40 Jahre Scheunemanns

22.05.2014, 14:18

Ehepaar Scheunemann im Bibelabend

40 Jahre Scheunemanns –
oder: wie die Kreuzkirche zu einer Missionarsfamilie kam

Im kommenden Jahr blicken wir auf eine 40-jährige intensive Außenbeziehung unserer Gemeinde zurück. Im Jahr 1974 lernte unser damaliger Kreuzkirchenpfarrer Dr. Reiner-Friedemann Edel auf einer Asienreise die Missionarsfamilie Scheunemann in Batu/Indonesien kennen. Sie stammten aus Lübeck und hatten ihre "Heimatgemeinde" dort verloren. Durch einen neuen Pastor hatte sich die theologische Ausrichtung der Gemeinde so gravierend verändert, dass sie von dort keine Unterstützung mehr bekamen.

Da in der Annabergstraße neben dem "Edelschen" gerade ein neues Pfarrhaus für den Nachfolger von Paul Deitenbeck, der im eigenen Haus in der Worthstraße wohnte, fertiggestellt war, beschloss das Presbyterium der Kreuzkirchengemeinde, dieses Haus der Familie Scheunemann für einen 9-monatigen Heimaturlaub mit ihren 5 Kindern zur Verfügung zu stellen. In dieser Zeit wuchsen dann natürlich mannigfache Beziehungen und Freundschaften und Scheunemanns wurden am Ende als "Kreuzkirchenmissionarsfamilie" wieder nach Indonesien ausgesandt. Dort fand in diesen Jahren eine regelrechte Erweckungsbewegung statt und im Jahr 1976 waren sie dann in einem Team um den Evangelisten Pak Octavianus auch bei uns im Einsatz.

Die inzwischen natürlich erwachsenen Kinder von Scheunemanns sind zum Teil ebenfalls im missionarischen Dienst: Die Söhne Timo und Sven mit ihren Familien in Malang/Indonesien, Reiner mit seiner Familie in Papua.

Ehepaar Scheunemann im Bibelabend Ehepaar Scheunemann im Bibelabend
Ehepaar Scheunemann im Bibelabend (14.05.2014)

Als Scheunemanns in den 90er Jahren aus dem aktiven missionarischen Dienst ausschieden bekam Detmar eine Anfrage der Hochschule für Mission in Korntal, dort als Dozent zu arbeiten. Dank Mithilfe der württembergischen Landeskirche gelang es, Ehepaar Scheunemann noch in die deutsche Rentenversicherung "einzukaufen", sie waren seinerzeit mit einer amerikanischen Missionsgesellschaft ausgereist, die keine entsprechende Versicherung abgeschlossen hatte. Auch nach der Heimkehr nach Deutschland blieben sie im missionarischen Dienst. Fast jedes Jahr standen neue Reisen an:  Zu Konferenzen und Kongressen, zu verfolgten Christen z.B. in Kirgisien, zu Kriseninterventionen und natürlich auch in die alte Heimat in Batu. Dort konnte Detmar letztes Jahr am 50-jährigen Jubiläum der Bibelschule teilnehmen.

Unsere Gemeinde hat auf vielfältige Weise von dieser Verbindung profitiert und natürlich halten wir Scheunemanns auch im Alter die Treue und sammeln auch weiter im Gottesdienst und Bibelabend für sie.

Hans-Georg Ahl


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