Die hier eingestellten Predigten dienen nur dem privaten Gebrauch und sind nicht für die Vervielfältigung gedacht. Sollten Sie Interesse an den Predigttexten haben, wenden Sie sich bitte am unser Gemeindebüro. Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

Predigten zum Nachlesen:

11.02.2018, 06:53

Predigt zu Amos 5, 21-24 von Hans-Georg Ahl

Auch bei uns könnten Gottesdienst und unser Leben im Alltag nicht zusammenpassen Manche von ihnen kennen den berühmtem Satz von Bonhoeffer: „Nur, wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen.“ Gerade wenn man in das 3. Reich schaut, entdeckt man, dass es für Christen immer eine Versuchung war, die Frömmigkeit als Flucht vor der rauen Wirklichkeit zu benutzen. Gut, in der Tradition unserer Gemeinde waren es nicht die gregorianischen Gesänge sondern eher das blaue „Jesu Name“, aber der Effekt kann derselbe sein: wir machen die Jalousien zur Welt zu und machen es uns gemütlich. Wenn ich die drei angesprochenen Sinnesorgane Gottes und ihre Bereiche anschaue, dann geht es um unsere Versammlungen, unsere Opfer und unser Singen. Ich gebe zu, dass es unangenehme Fragen sind: Könnte es sein, dass es bei unseren Versammlungen ganz verdächtig nach Mottenkugeln und Kölnisch Wasser riecht? Um verdächtige Gerüche zu übertünchen? Könnte es sein, dass wir stolz sind auf unseren Förderverein und meist gute Kollekten, aber das Thema mit dem Zehnten gekonnt meiden. Oder sogar den 10. geben und denken, dass uns dann die Not anderer Menschen nicht weiter angehe. Könnte es sein, dass wir brav in unserer Reihe sitzen und jeden Text mitsingen es aber gar nicht ernst meinen, was wir da singen. Es ist selten so auffällig wie bei einer Hochzeit vor einigen Jahren die rausgeputzte Festschar sang: „wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und –freuden“ Sie merken: Amos hätte uns durchaus etwas zu sagen, wenn wir ihn zu Wort kommen ließen und nicht wie der Priester Amsazja ihm ein Hausverbot erteilen würden, wie der es für das Heiligtum in Bethel verhängte. Aber Amos hätte uns ja dann aber auch diesen letzten Vers von heute Morgen zu sagen: Weiterlesen …


26.01.2018, 08:33

Predigt zu Jeremia 9, 22+23 von Hans-Georg Ahl

Das Kreuz ist meine Weisheit Wieder Paulus: ich wusste unter euch nichts als Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten. Das schreibt er an die Korinther. Weisheit kommt von wissen. Und Paulus scheint es sehr wichtig gewesen zu sein, dass die Korinther ihr Denken und Wissen von einem zentralen Punkt her steuerten: vom Kreuz. Denn in der Gemeinde gab es Parteiungen, Fanclubs einzelner Apostel, Charismatiker und Gesetzliche, Orthodoxe und Pietisten und eben jede Menge einfacher Leute die nur eines wussten: ohne Jesus bin ich verloren. Und genau denen stärkt Paulus den Rücken. Je näher wir am Kreuz sind, desto verschiedener können wir sein. Deshalb lasst uns eine Kreuzkirche bleiben.   In dem gerade begonnenen Jahr 2018 freuen wir uns auf die pro Christ Tage im November in der Schützenhalle. Lasst uns gemeinsam versuchen möglichst viele Menschen dazu einladen, ihren Reichtum, ihre Stärke und ihre Weisheit am Kreuz Jesu zu finden. Weiterlesen …


20.01.2018, 14:11

Predigt zu Offenbarung 1, 9-18 Susanne Wippermann

Mensch Mama! Das macht man nicht! Das geht gar nicht, also echt!  -  Meine Mädels sagen das zu mir, … wenn sie merken, dass ich es tue. Wenn sie mir auf die Schliche kommen. Ja, ich gebe es ja zu, dass ich es mache. Immer dann, wenn ich es nicht länger aushalte, zu ungeduldig bin, es mir zu spannend ist…  Dann gucke ich schon mal nach … hinten im Buch … wie es ausgeht. Ja, ja, macht man nicht. Aber so kann ich die Geschichte besser genießen, mit mehr Ruhe. Und so bekomme ich immerhin noch etwas Schlaf. Es bleibt noch spannend genug. Denn ich weiß ja nicht, wie die Geschichte zu ihrem Ende kommt.Die Offenbarung steht auch ganz hinten im Buch. Da steht, wie es ausgeht: ...   Weiterlesen …


04.01.2018, 09:54

Predigt zu 1. Korinther 1, 26-31 von Hans-Georg Ahl

Gottes große Weisheit Ich habe es ja schon ganz zu Anfang gesagt: das hat bei Gott Methode, das ist eben seine Weisheit, dass er eine Vorliebe für das Geringe und die Geringen hat. Israel, ein kleines störrisches Volk, wie er es selber nennt. Und wenn wir auf die Geschichte dieses Volkes schauen, sehen wir es: - Jakob, der zweitgeborene, das Muttersöhnchen - Mose, der jähzornige Flüchtling - David, der jüngste der Söhne Isais, seine Vater zeigte ihn erst gar nicht…Saul - Amos, ein Maulbeerfeigenzüchter - und im Zentrum der Botschaft Jesu: Pharisäer und Zöllner Und genau den hat Gott zu unserer Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung gemacht, wie Luther Vers 30 übersetzt, also anders ausgedrückt: - alles, was wir wissen ist in Jesus offenbar - wir können auf alle eigene Gerechtigkeit verzichten, wir müssen uns nicht ständig selber rechtfertigen - wir können auf alle Scheinheiligkeit verzichten, wir können aufhören uns ständig selber ins rechte Licht zu stellen… - wir sind losgekauft, teuer erkauft, wie Paulus es im selben Brief später ausdrückt, gehören alkso nicht uns selbst, sondern ihm! Weiterlesen …


28.12.2017, 07:54

Predigt zu 2. Mose 13, 20-22 von Hans-Georg Ahl

Gottes Führung – oder das Risiko mit Gott zu leben Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit der Richtung. Wohin führt Gott sein Volk? Geradewegs auf das Schilfmeer zu…Und wer sich da ausgeklinkt hätte, wer da gesagt hätte, nein, diesen Weg gehe ich nicht mit..der hätte die entscheidende Etappe, den Durchzug durch das Schilfmeer verpasst. Leben unter der Führung Gottes hat dann allerdings eben auch damit zu tun, dass Gott zur richtigen Zeit die richtigen Menschen in unserem Leben auftauchen lässt: Und ganz oft sind dann auch Platzanweisungen in Familie, Beruf und Gemeinde verbunden. Nächster Punkt ist die Bestimmung des Tempos. Auch das würden wir natürlich gerne selbst bestimmen, ungefähr nach dem schönen Motto: Herr, schenke mir Geduld, aber bitte sofort..Gott bestimmt das Tempo seines Volkes auch mit Rücksicht auf die Schwächeren. Und er bestimmt es weil er das Ziel und die Wegstrecke kennt. Denn wer zum Beispiel auf einen hohen Berg klettern will, sollte sein Pulver nicht auf den ersten Kilometern verschießen. Und seine Pistenbrötchen nicht schon um 10 Uhr morgens verzehrt haben. Wir sind auf unserem Weg nicht allein, auf die ständige Kommunikation mit Gott kommt alles an! Weiterlesen …


24.12.2017, 08:01

Predigt zu 1. Johannes 3, 1-6 von Hans-Georg Ahl

Jesus ist unser großer Bruder Und nun wird es Weihnachten: Jesus kommt ins Spiel. Und zwar müssen wir heute Morgen die Grätsche zwischen dem irdischen Jesus und dem auferstandenen Christus hinkriegen. Zunächst zum irdischen Jesus: Das ist eben für unser Leben hier auf dieser Erde, dass wir an einen Herrn glauben, dem unser Leben vertraut ist. Der menschlichen Hunger und Durst kennt, auch den im übertragenen Sinn, der Krankheiten und Verirrungen kennt, der weiß, wie weh sich Menschen gegenseitig tun können. Er wurde einer von uns. Jedoch mit einem großen Unterschied: er war ohne Sünde. Wenn wir die Evangelien lesen, merken wir, dass das nicht so gemeint ist, dass er als neu Art Supermann oder Batman hier gewesen ist. Wir kriegen mit, dass er Humor hatte (im Mittelalter wurde ernsthaft bestritten, dass Jesus gelacht hat..)und dass er sehr traurig sein konnte. Er hat sich oft geärgert und ist sogar mal richtig ausgerastet. Wenn gesagt wird ohne Sünde, dann meint das doch: der Draht zu seinem Vater war intakt, Jesus hat immer wieder darauf geachtet, ihn zu fragen, mit ihm zu kommunizieren. Und jetzt zum auferstandenen Christus. Und das fällt ja geradezu richtig auf, dass er in diesen 40 Tagen bis zur Himmelfahrt ausschließlich für seine Jünger da ist. Es ist nicht ein öffentlicher Auftritt bezeugt mit der Absicht es allen zu zeigen, dass er lebt. Nein: er zeigt es seinen Jüngern. Emmaus. Thomas. Petrus. Johannes. Und schließlich Paulus. Er bringt seine Jünger wieder zurecht und auf die Spur. So werden sie die Apostel, die Gesandten. Und so entsteht durch den heiligen Geist und sie die erste Gemeinde. Weiterlesen …


24.12.2017, 07:58

Predigt zu Jesaja 7, 10-14 von Hans-Georg Ahl

Inwiefern wir der Müdigkeit Gottes unser Heil verdanken Gott wird ja hier mit sehr menschlichen Zügen gezeichnet. Und wir bekommen  hier irgendwie mit, dass er es Leid ist, dass er keine Lust mehr hat, dass er den Versuch mit seinem Volk für gescheitert erklärt. Er möchte gerne mit seinem Volk in Partnerschaft und auf Augenhöhe leben. Gott sucht seinen Menschen, und der versteckt sich. So ist es seit Adams und Evas Sündenfall. Und sogar die besten und tollsten Typen von Abraham über Jakob und Mose bis hin zu David und Salomo, von denen wir alle ganz sicher viel lernen können, haben auch immer wieder im Nu Gott und sein Wort vergessen und selber das Ruder in die Hand genommen. Und deshalb ergreift nun Gott selber die Initiative. Und insofern ist der „neue Bund“ von ganz anderer Qualität als der Alte: Gott selber wird Mensch. In Betlehem wird Weihnachten entscheiden. Es ist viel mehr als ein Zeichen seiner Liebe, er ist diese Liebe in Person, in seinem lieben Sohn! Damit ist endgültig das Problem an der Wurzel gepackt, Gott wird einer von uns, und zwar nicht irgendeiner von uns, sondern einer vom Haus und Geschlecht Davids, ebenso wie ja auch der König Ahas, mit dem wir uns ja eben in Punkt 1 ausführlich beschäftigt haben. Und insofern verdanken wir der Müdigkeit Gottes unser Heil. Weiterlesen …


17.12.2017, 06:58

Predigt zu Römer 15, 13 von Hans-Georg Ahl

Ihr Zusammenhang Der Zusammenhang dieser Begriffe wird hier auf eine Zweifache Art zum Ausdruck gebracht, und zwar zum einen, wie sie in uns hineinkommen und zum anderen, wie sie zur Entfaltung kommen. Bei der Frage, wie diese Dinge in unser Leben hineinkommen und in ihm wirksam werden, gebraucht Paulus ein ganz einfaches und auch uns geläufiges Bild: Flasche leer, mit Trappatoni gesprochen, ist die beste Voraussetzung für diesen Vorgang. Denn, das ist ja wohl völlig logisch, eine volle Flasche, also ein mit Freude an den falschen Dingen mit Scheinfrieden und friedlicher Fassade und Hoffnung nach dem Motto „et hat noch immer jot jegange“ erfüllter Mensch wird keinen Platz für Gott haben. Diesen Zusammenhang hat Paulus zu Genüge erfahren: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Das kann doch dann im Blick auf das vor uns liegende Weihnachtsfest nur heißen, dass wir anfangen es zu leben: eben nicht in erster Linie uns selbst beschenken, uns selbst ein schönes Fest bereiten, alles unter den Teppich kehren, er kriegt davon ja doch nur Beulen!! Wem klar ist, dass er leer ist, dass er Freude, Frieden und Hoffnung eben weder in sich hat noch bei anderen wecken kann, darf sich füllen lassen, davon weitergeben und dann eben merken, dass eine von Gott gefüllte Flasche eben immer wieder von ihm gefüllt wird, wenn sie leer ist! Der zweite Begriff, der hier den Zusammenhang herstellt, ist der Begriff Glaube. Im Glauben haben wir Freude, Friede und Hoffnung. Mit Glaube ist allerdings nun nicht an irgendeine Autosuggestion gedacht, an etwas, das ich mir selber einrede.                 Þ Bei mir klappt das jedenfalls nicht, wenn ich mir versuche zu sagen „immer cool bleiben, Ahli, lächeln, ach wie schön, schon wieder eine rote Ampel...“ Nein, glauben ist in der Bibel immer auf Gott bzw. auf Jesus gerichtet, ist nicht das Vertrauen auf die eigenen Selbsheilungskräfte.                 Þ Ich glaube, hilf meinem Unglauben Weiterlesen …


24.11.2017, 09:03

Predigt zu Lukas 12, 42-48 von Hans-Georg Ahl

Die Folgerung Jesu Der letzte Satz dieses Abschnitts fasst noch einmal zusammen, was Jesus uns sagen will. Und deshalb müssen wir uns erst mal klar machen, was uns eigentlich gegeben und mit stärkeren Wort anvertraut worden ist, man könnte auch übersetzen, was Gott bei uns deponiert hat. Und da fällt mir der schöne Satz des Paulus ein: wie sollte der, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, uns mit ihm nicht alle schenken? Und das ist ein noch stärkeres Wort als anvertraut. Es sind diese unheimlich starken Gedanken und Worte aus dem Römerbrief, die uns klarmachen, was geschieht, wenn jemand Christ wird. Denn das Grundprinzip unseres Lebens lautet dann: Dankbarkeit! Das wurde für Paulus zum Lebensprinzip, er war sich immer bewusst, dass er als ein entschlossener Gegner Jesu durch sein Damaskuserlebnis Gnade gefunden hatte. Das was Gott bei ihm deponiert hat, um beim Wort aus unserem Text zu bleiben, war seine Gnade. Und deshalb wurde er zum Apostel der Gnade. Ähnlich hat Luther es erlebt und wurde so zum Reformator jener Kirche, die sich selber vor den Zugang zu Gott gebaut hatte. Den hat er wieder freigemacht und so können sie und ich durch Jesu Hilfe selber vor Gott auf die Knie fallen und sagen: Herr, sei mir Sünder gnädig. Weiterlesen …


16.11.2017, 06:36

Predigt zu Apostelgeschichte 16, 9-15 von Hans-Georg Ahl

Die Geschichte – offen für Gottes Reden Eben weil Paulus und seine Gefährten in Gottes Auftrag unterwegs sind, können sie mit dieser Situation umgehen: Sabbat ist Werktag, keine Synagoge, keine Männer (das sage ich nicht nur deshalb so, weil es einfach besser klingt als „nur Frauen“, sondern für einen gültigen jüdischen Gottesdienst ist die Gegenwart von 10 Männern unabdingbar). Weil sie wissen, dass Gott etwas vor hat, haben sie die Zeit und nehmen sie sich die Zeit, setzen sich, halten eben keine Predigt sondern reden und hören zu – es entsteht eine sehr kommunikative Atmosphäre... An dieser Stelle müssen wir uns mit der Person der Lydia etwas genauer beschäftigen, uns also aus dem, was hier über sie gesagt wird, ein Profil ihrer Person erarbeiten. -       sie war gottesfürchtig – ein Wort mit dem bezeichnet wird, dass ein Mensch aus heidnischem Hintergrund sich dem jüdischen Glauben angeschlossen hatte. Wobei hier zunächst völlig offen bleibt, wie es in ihrem Leben dazu gekommen war... -       sie war eine Unternehmerin, also ein Mensch, der es zumal als Frau geschafft hatte, sich etwas aufzubauen. Sie stammte aus der Hochburg der Purpurfärberei und verkaufte das Endprodukt. Sie war also Arbeitgeberin, Chefin und zugleich gottesfürchtig – toll! -       Sie war selber „fremd“, also keine eingeborene Griechin, sondern zugereist, wusste, wie es ist, wenn man keinen Menschen kennt und sich in einer fremden Kultur zu Recht finden muss. -       Und genau vielleicht deshalb war sie eine gute Zuhörerin. Eben weil sie sich als Geschäftsfrau im fremden Land zurechtfinden musste. Dies alles ist schon ziemlich gut, aber das entscheidende fehlt noch und dem wollen wir uns jetzt zuwenden. Wie kommt es nun, dass sie Christ wird? Und das ist eine wunderbare Mischung aus dem, was Gott tut, und dem was sie selbst tut. Fangen wir mit dem an, was Gott tut. „Der tat der Herr das Herz auf“ -  das ist etwas, was keiner von uns bei sich selber oder jemand anderem kann. Wir können eine offene Atmosphäre schaffen, wir können auf Ereignisse im Leben von Menschen achten, die sie öffnen, aber das Herz auftun können wir bei niemandem...Und das ist auch gut so! Allerdings sollten wir davon ausgehen, dass Gott das bei vielen, ja bei jedem tun will... Was sie selbst tut ist dann zunächst das ganz genaue Zuhören, das griechische Wort stammt aus der Seemannssprache und bezeichnet das genaue Beachten der Wolken und des Windes...Und dann natürlich ist auch die Taufe dann etwas was sie tut, bzw. eben nicht selber tut sondern an sich geschehen lässt. Das, was einem bei einem Willow-Creek-Kongreß am tiefsten berührt und das Wasser in die Augen treibt sind die Taufvideos... Und sie nimmt Paulus und die anderen bei sich auf und so entsteht die Hausgemeinde in Philippi....     Weiterlesen …



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